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Geschichtliches vom
"Sunnehüsli"
Es war einmal... genauer gesagt im Frühjahr 1988. Da kam
uns, Margrit und Paul Bischofberger die Idee, auf
unserem Hof ein Getränkeverkaufsstand einzurichten,
damit Fussgänger und Wanderer ihren Durst löschen
können.
Der Gedanke wurde
weiter entwickelt bis wir am Schluss die Vorstellung
hatten, den Hühnerstall in einen Kiosk umzubauen,
nachdem er seit Jahren als Wagenschopf diente. Es
erfolgte die Anfrage bei der Gemeinde, die uns die
Bewilligung in kurzer Zeit erteilte. Da ging alles
Schlag auf Schlag. Hühnerstall ausräumen, putzen, malen.
Es brauchte Wasser, Strom, und Mobiliar, Gespräche mit
möglichen Lieferanten mussten geführt werden..... und
plötzlich war es soweit. Die ersten fünf
Festbankgarnituren wurden eingekauft und drei davon
aufgestellt - inzwischen sind es einige mehr.
Der Eröffnungstag war der 3. Juni 1988 und das
"Sunnehüsli" war geboren. Die Meinung vieler war
eindeutig: Der Bischi hat wieder einmal einen Furz, in
einem Jahr ist alles wieder vorbei.
Manchmal waren die Tage lang, denn nach wie vor hatten
wir die Milchkühe noch. Es gab Tage, da waren wenige
Spaziergänger unterwegs und nur langsam fanden die
Frauen mit ihren Kindern den Weg ins "Sunnehüsli".
Doch erstmals "Stress" erfuhren wir bereits eine Woche
nach Eröffnung. Eine Wandergruppe kehrte ein und die
Milch ging uns aus. Paul fand es gar nicht toll, dass
wir Milch dazukaufen mussten. Wir, die selber Kühe im
Stall hatten. Welch eine Blamage. Damals durfte man noch
Frischmilch verkaufen - heute ist das nicht mehr
möglich.
1988 gab es noch keinen
Veloboom und es existierte auch noch kein Radweg. Das
Radfahren wurde erst ca. 1990 "modern". Das "Sunnehüsli" erlebte dadurch einen echten Aufschwung.
Mitte der 90er Jahre wurde der neue Radweg erstellt, der
parallel zum Wanderweg verläuft. Wieder einige Jahre
später trug die neue Trendsportart: "Skaten" zur
Bekanntheit des "Sunnehüsli" bei.
Inzwischen ist unser "Sunnehüsli" über die Kantons- und
Landesgrenzen hinaus bekannt. Familien kommen von nah
und fern, um in unserem kleinen Paradies einen Halt zu
machen. Die Kinder geniessen den Spielplatz ebenso wie
die Tiere, die sich immer auf eine extra Portion
frischer Gräser aus einer Kinderhand freuen.
Nach wie vor gibt es keine Parkplätze
beim "Sunnehüsli". Die Autos müssen auf den öffentlichen
Parkplätzen in der Gemeinde abgestellt werden.
Behinderte jedoch können auf den Hofplatz fahren. Für
alle anderen ist ein kleiner Spaziergang ins autofreie
"Sunnehüsli" angesagt. Oft wird auch in Kesswil parkiert
und das "Sunnehüsli" über den malerischen Weg entlang
des Bodensees erreicht. Es ist einer der schönsten
Gehwege am See und dauert ca. 30 Minuten. Vom Bahnhof
Güttingen sind es ca. 20 Minuten.
Auf dem Hof hat sich in den
vergangenen Jahren nicht viel verändert und doch ist
alles anders geworden. So haben wir seit einigen Jahren
keine Milchkühe mehr, dafür 2 Pensionspferde und im
Winter noch sind Galtkühe von einem Bekannten bei uns im
Stall.
Paul hat sich in den letzten Jahren mehr für den Obstbau
eingesetzt. Aber auch dieser Erwerbszweig ist momentan
wirtschaftlich eher rückläufig. Im Herbst sind wir
beide, zusammen mit Aushilfskräften beim Obsten. Auch im
Kiosk sind wir auf die Mitarbeit von Aushilfskräften
angewiesen, da Paul und ich nicht mehr alle Arbeit
alleine bewältigen können.
Die ehemalige Wohnung von Pauls Eltern wurde zu einer
schmucken Ferienwohnung umgebaut und wird an Feriengäste
vermietet.
Ab und zu finden spezielle Anlässe im "Sunnehüsli"
statt, u.a. kam eine Indianerin zu Besuch. es gab ein
Kurs für Hulatanzen, ein Nachmittag mit Helikopterrundflügen, eine Auramal-Seminar und
Kinderschmink-Nachmittag etc.
Noch heute ist unsere Philosophie:
- Jeder soll sich bei uns wohlfühlen und sich selber
sein dürfen
- Die Achtung vor den Tieren,
der Natur, und der liebevolle Umgang damit soll gepflegt
werden
- Regionale und saisonale
Lebensmittel werden angeboten und (fast) kein Junk-Food.
Das währschafte
Essen von Speck, Wurstwaren, Käse steht immer zur Verfügung. Salate sind
saisonal bedingt zu
haben.
Wir sind sehr dankbar, dass wir an diesem
wunderschönen Ort wohnen dürfen. |